TMST – Wahl in Österreich

Auzüge aus einem Artikel über den Einfluss von Angst auf das Wahlverhalten:

Das meist langfristig angelegte Erreichen von Erfolg und damit das Streben nach Wachstum dient als alternative Strategie, um Unsicherheit zu reduzieren und damit Handlungsfähigkeit sicherzustellen. Diese Wachstumsmotivation zielt auf das psychologische Belohnungssystem des Gehirns ab. Jene Strategie kann auch ohne Unsicherheit angewandt werden, bei VdB-Wähler wird sie aber vor allem zur Lösung der Verunsicherung genützt.

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Hofer-Wähler sehen den Bedarf dafür stärker bei ihren Mitmenschen oder den allgemeinen Gegebenheiten in Österreich als Wähler von Van der Bellen. Wähler von Van der Bellen sehen ihn hingegen eher bei sich selbst. Übertragen auf das Beispiel der Flüchtlinge, könnte dies bedeuten: VdB-Sympathisanten würden eher bei sich selbst Toleranz üben oder bei der Integration von anderen helfen.

Übertrag auf Trumps Wahl:

Interessant ist auch, dass Hofer-Wähler eine deutlich größere Distanz zum politischen System empfinden als die Wähler von Van der Bellen. Sie vertrauen und identifizieren sich mit der Politik weniger und sind allgemein unzufriedener. Eine größere Distanz geht allgemein einher mit Wut und Protest. Vielleicht—das ist eine Interpretation—Protest aufgrund von Reaktanz, einer Widerstandsmotivation. Das hieße, Leute würden sich als “Trotzreaktion” mit der FPÖ solidarisieren, weil die Partei bewusst vom politischen System ferngehalten wird.

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